Wüstenbussard
Der Wüstenbussard häufig auch mit seinem englischen Namen Harris’s Hawk bezeichnet, ist eine mittelgroße Greifvogelart aus der Familie der Habichtartigen.
Wüstenbussarde sind die einzige Greifvogelart, die in Gruppen jagt.
Herkunft
Entgegen seinem Namen bewohnt der Wüstenbussard unterschiedliche Habitate. Neben trockenen bis halbtrockenen Wüsten, Halbwüsten und Steppen trifft man ihn ebenfalls in Sumpfgebieten, spärlich bewachsenem Grasland mit geringem Baumbestand und bis in gut 1000 Metern Höhe an. Manche Zoologen vermuten, dass seine soziale Lebensweise eine Überlebensstrategie ist, welche auf das karge Dasein in trockenen Gebieten zurückzuführen ist.
Das Verbreitungsgebiet des Wüstenbussards reicht vom Südwesten der USA über Mexiko und Mittelamerika bis nach Patagonien.
Nahrung
Meist verfolgen die kleineren, wendigeren Männchen die Beute, während die größeren, kräftigeren Weibchen das Töten übernehmen. Die Gruppe verspeist die Beute zusammen. Das Beutespektrum reicht von Kleinvögeln über Eidechsen, Schlangen, Nagetiere bis hin zu Kaninchen.
Nachzucht
Mit 18 bis 24 Monaten erreichen Wüstenbussarde die Geschlechtsreife. Das Nest liegt meist auf Kakteen, Kiefern oder Bäumen von fünf bis zehn Metern Höhe. Das Nistmaterial besteht aus Wurzeln, Stöcken, Unkraut und Moos und wird mit Haaren und Federn ausgepolstert. Gebaut wird der Horst meistens sehr flach. Das Männchen übernimmt den Grundbau, das Weibchen vollendet das Nest. Es kommt vor, dass bis zu drei Männchen an einem Nest bauen. Das Weibchen legt im März (erste Brut im Jahr) im Abstand von je drei Tagen etwa zwei bis fünf Eier, die Anzahl ist vom Nahrungsangebot abhängig. Die Eier sind hühnereigroß, weiß und haben einen leicht bläulichen Schimmer. Das Weibchen brütet, die Männchen gehen auf Nahrungssuche, verteidigen aber auch das Nest. Die Brutzeit dauert 33 bis 35 Tage.


