Bartkauz
Mit 62-69 cm Größe und einer Spannweite von 140-150 cm ist der Bartkauz fast so groß wie der Uhu, jedoch nur halb so schwer.
Der Bartkauz hat einen großen runden Kopf ohne Federohren mit einem sehr ausgeprägten Gesichtsschleier mit feinen konzentrischen Ringen.
Herkunft
Der Bartkauz ist ein Bewohner des borealen Nadelwaldgürtels der gesamten Holarktis. Er ist ein Charaktervogel der mittelborealen Zone; sowohl nördlich als südlich davon nimmt die Siedlungsdichte stark ab.
Die Nordgrenze seiner Verbreitung liegt im Übergangsbereich des hochstämmigen borealen Nadelwaldes zur Waldtundra.
In Deutschland kommt der Bartkauz natürlicherweise nicht vor. Das einzige auf ehemals deutschem Terrain sicher nachgewiesene Exemplar wurde am 10. März 1832 in Ostpreußen geschossen, präpariert und nach Berlin in das Museum für Naturkunde verbracht, wo es sich heute noch befindet
Nahrung
Trotz seiner Größe ernährt sich der Bartkauz fast ausschließlich von kleinen Säugetieren. Vor allem sind dies Feldmäuse, die bis zu 90 % des Gesamtbeutegewichts ausmachen können. In Europa ist dies vor allem die Erdmaus, in Nordamerika die Wiesenwühlmaus. Daneben spielen andere Wühlmausarten wie die Rötelmaus und die Sumpfmaus eine gewisse Rolle, in Nordamerika auch Taschenratten und verschiedene Arten der Lemminge.
Nachzucht
Die ersten Gelege werden im gesamten Verbreitungsgebiet Anfang April gefunden, meist beginnt das Weibchen erst Mitte April mit der Eiablage. Ein Vollgelege besteht aus 4–5 (3–6) anfangs rein weißen Eiern mit durchschnittlichen Maßen von 53,2×42,4 Millimetern. Sie wiegen mit 50 Gramm etwa so viel wie ein kleines Hühnerei. Der Legeabstand beträgt 1–3 Tage. Da das Weibchen ab dem ersten Ei fest brütet, schlüpfen die Jungen in zum Teil mehrtägigen Abständen.


